MACHEN

Diversität

Diversität ist, einfach ausgedrückt, ein Begriff, der für die Unterscheidung und Anerkennung von Randgruppen und individuellen Merkmalen genutzt wird. Und eine dieser Randgruppe sind Frauen. Zwar auf dem Vormarsch, in vielen Bereichen aber immer noch untervertreten. Beispielsweise auf Managementebene. Aber auch in der Tec-Branche, die händeringend nach qualifizierten und motivierten Arbeitskräften sucht.

Ein Beispiel dazu. Stellen Sie sich vor, in den letzten 12 Jahren habe ich zwecks Akquisition deutlich über 1’000 Führungskräfte getroffen. Die Unternehmen habe ich nach Kriterien wie Herausforderungen, Branche, Grösse und Standort ausgesucht. Und jetzt kommt es. Die Frauenquote in meiner Kundenliste liegt bei knapp 5%. Schaue ich in die Gegenwart, wird klar, dass der Anteil in kleineren Unternehmen der Beratungsbranche, im kreativen Umfeld oder im Start-up Umfeld etwas höher ist. Aber er nimmt mit zunehmeder Grösse der Unternehmen ab.

Nein, in diesem Papier steht nicht die Erhöhung der Frauenquote im Vordergrund. Obwohl wir meiner Meinung nach davon profitieren könnten, wenn der Frauenanteil vor allem in den entwickelnden, gestaltenden und führenden Positionen höher wäre. Ich will nicht poltern. In diesem Papier geht es darum aufzuzeigen, dass Diversität eine Chance ist, die aber zu wenig oder gar nicht genutzt wird.

Warum? Weil die Ausführunden und die Führung schlicht überfordert sind oder lieber klagen und die Extrameile nicht gehen wollen. Denn die Unternehmen hätten einen grossen Nutzen, den sie aus einer „diverseren“ Mitarbeiterstruktur ziehen könnten. So ist ein Grossteil vieler Zielgruppen weiblich. Die Entwickler und die Produktgestalter auf Seite der Hersteller hingegen meist männlich. Die ungenutzten Chancen beschreibt Valérie im Podcast eindrucksvoll. Am Beispiel der Funktionalität der Apple Watch oder des tödlichen Autounfalls. Unbeding reinhören.

Wie bei anderen Themen auch. Die Chancen ziehen an uns vorbei.

Spannend finde ich auch, dass viele Unternehmen sich darüber beklagen, keine oder zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Das Beispiel der Tec-Branche im Podcast ist eines von vielen. Dennoch verändern die Unternehmen dieser ihr Verhalten in der Rekrutierung und im Onboarding kaum. Und wenn, dann nicht wirklich glaubwürdig. Würden sie das aber tun, dann wären sie tatsächlich attraktiver für Bewerbergruppen, die sie heute noch nicht oder schlecht ansprechen. So könnten offene Stellen besser und schneller besetzt werden. Und gleichzeitig könnte eine eine vielfältigere, resistentere und innovativere Kultur geschaffen werden. Das tönt wunderbar, oder?

Aber viele Unternehmen sind mit der Umsetzung überfordert. Niemand gibt das gerne zu. Aber „man nimmt was kommt“ oder was schon da ist und bleibt in der Komfortzone. Druck und Belastung des Tagesgeschäfts sind zu gross für tiefgreifende Verhaltensänderungen. Der Aufwand lohnt sich in Anbetracht des dominierenden Daily Business nicht. Zudem fehlt vielen der Mut und die Konsequenz in der Umsetzung. Wie bei vielen anderen Themen auch. Die Chancen ziehen an uns vorbei.

Unternehmen sind überfordert damit, neue Wege zu gehen.

Valérie hat aufgezeigt, wie schwer sich die Unternehmen in der Praxis damit tun, genau diese Komfortzone zu verlassen und ihr Verhalten zu ändern. Schnell hat das Team von Witty Works das Angebot ausgebaut und eine Reihe von funktionierenden Werkzeugen zur Befähigung entwickelt. Bis hin zur App. Schlau. Aber der Weg war ein harter und langer. Denn gerade anfangs sind sie immer wieder gegen Windmühlen gelaufen.

Eines ist nach dieser Diskussion klar. Damit Unternehmen die grossen Chancen nutzen können, müssen sie aus der Komfortzone. Und genau deshalb braucht es das Engagement des Managements. Dieses entscheidet letztendlich mit dem eigenen Verhalten und der Priorisierung darüber, wie konsequent etwas umgesetzt werden soll. Und es liegt auch am Management zu erkennen, ob die dafür verantwortlichen Mitarbeiter a) dafür engagiert sind und b) die notwendigen Eigenschaften besitzen. Der Schritt aus der Komfortzone heraus hat immer mit Besitzstandswahrung und Befähigung zu tun. Und mit der Bereitschaft, zu wagen und mutig neue Wege zu gehen.

Wann nutzen Sie die Chance, Ihr Unternehmen diverser und damit auch leistungsfähiger zu machen? Und wenn Diversität nicht Ihre Chance ist, welche ist es dann?

Haben Sie Lust gekriegt, den nächsten Schritt zu wagen? Ihre unternehmerische Zukunft selbstbestimmt zu gestalten? Dann besuchen Sie doch einen meiner kostenlosen Workshops, damit wir uns kennenlernen. Ich freue mich auf Sie und Ihre Herausforderungen.