93 % wissen es. 13 % machen es.
Was HubSpots State of Marketing 2026 über deinen Verkauf verrät – auch wenn du kein Marketer bist.
Was Du wissen solltst.
Montagmorgen. Du öffnest dein Postfach, deine Mails, deinen Feed. Und da ist sie wieder: die Welle. Newsletter, Karussells, "5 Tipps für…", KI-Beiträge, einer glatter als der andere. Du scrollst. Du löschst. Du liest nichts davon zu Ende.
Genau das tun deine Kunden gerade auch. Mit deinem Content.
HubSpot hat für den State of Marketing 2026 über 1'500 Marketer weltweit befragt. Zwei Zahlen daraus solltest du dir merken – gerade als jemand, der selbst verkauft:
56 % sagen, das Netz ist mit KI-generiertem Content überschwemmt. Und 65 % berichten, dass Konsumenten immer besser darin werden, genau diesen Content zu erkennen und wegzuklicken. Gleichzeitig sagen 83 % der Teams: Wir sollen mehr produzieren als je zuvor.
Mehr Lärm. Weniger Gehör. Und der Reflex der ganzen Branche lautet: noch lauter brüllen.
Der alte Mythos im neuen Gewand.
Hier wird es für dich interessant. Denn die Annahme hinter "mehr produzieren" ist ein Verkaufsmythos, den ich seit Jahren zerlege: "Wenn ich nur sichtbar genug bin, kommen die Kunden von allein."
Das war nie ganz richtig. Heute ist es gefährlich. Wenn alle mehr senden und Kunden immer besser filtern, wird Reichweite zur Sackgasse. Du gewinnst kein Vertrauen, indem du im selben Strom mitschwimmst – nur eben mit grösserem Budget und schnellerem Tool.
Und jetzt die zweite Zahl aus dem Report, die alles auf den Punkt bringt:
93 % der Marketer sagen, Personalisierung verbessert Leads und Abschlüsse. Aber nur 13 % personalisieren wirklich – datenbasiert, auf den einzelnen Menschen.
Lies das nochmal. Fast alle wissen, was funktioniert. Kaum jemand tut es.
Das ist kein Marketing-Problem. Das ist die DNA von gutem und schlechtem Verkauf. Die Lücke zwischen Wissen und Machen ist der ganze Unterschied – und sie war selten so gross und so leicht zu nutzen wie jetzt.
Was die 13 % anders machen.
Du brauchst dafür kein grösseres Budget. Du brauchst eine Entscheidung. Drei Dinge, die du morgen anfangen kannst:
Erstens: Hör auf, an alle zu senden. Fang an, mit einzelnen zu sprechen. Der eine recherchierte Anruf bei dem einen Entscheider, den du wirklich verstanden hast, schlägt die Sequenz an 200 Adressen. Nicht weil er netter ist – weil er der Einzige im Postfach ist, der nicht nach Vorlage klingt.
Zweitens: Personalisierung ist keine Technik, sondern Vorbereitung. Bevor du zum Hörer greifst, beantworte drei Fragen: Was beschäftigt diesen Menschen gerade wirklich? Was hat sein Unternehmen letzte Woche getan? Und warum sollte ausgerechnet jetzt mein Anruf für ihn relevant sein? Wer diese drei Antworten hat, braucht kein Skript.
Drittens: Mach das, wovor sich die Content-Maschine drückt. Eine KI schreibt in Sekunden tausend Posts. Sie kann nicht für dich anrufen, nicht zuhören, nicht im richtigen Moment nachfragen. Genau das wird in einer überschwemmten Welt dein Unterschied. Während alle auf Tools starren, ist das, was verkauft, wieder zutiefst menschlich geworden.
Ein Beispiel aus einem Training letzten Monat: Ein Teilnehmer, Inhaber eines kleinen Ingenieurbüros, hatte monatelang Newsletter rausgeschickt – Öffnungsrate im Keller. Wir haben das gestoppt. Stattdessen: pro Woche fünf Wunschkunden, je fünf Minuten Recherche, ein persönlicher Anruf mit einem konkreten Terminvorschlag. Nach drei Wochen hatte er vier Gespräche, die er sonst nie geführt hätte. Kein Tool. Kein Budget. Nur die Entscheidung, einer von den 13 % zu sein.
Das Schöne daran: Du konkurrierst nicht mit den Budgets der Grossen. Du konkurrierst mit ihrer Bequemlichkeit. Und die ist riesig.
Dein nächster Schritt.
Nimm dir diese Woche einen einzigen Namen. Keinen Verteiler – einen Menschen. Fünf Minuten Recherche. Beantworte die drei Fragen von oben. Und dann ruf an – mit Haltung und einem konkreten Terminvorschlag, nicht mit einer offenen Frage.
Du fragst nicht, ob es passt. Du überlegst vorher, weshalb es passt – und schlägst den nächsten Schritt vor. Vorbereitet. Persönlich. Das ist die Personalisierung, von der 93 % reden und nur 13 % leben.
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Mach den Sales Check.
Du willst wissen, wie proaktiv du heute wirklich verkaufst – und wo dein blinder Fleck liegt? Dann mach den Sales Check. Ein paar Minuten, und er sagt dir mehr als jedes Marketing-Dashboard:
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Quellen, die ich für diesen Newsletter verwendet habe: HubSpot, State of Marketing 2026 (Befragung von über 1'500 Marketern weltweit). hubspot.com/state-of-marketing