Ich habe Hanna über mehrere Monate begleitet. Und gegen Ende des Umsetzungsprozesses kommt sie auf mich zu und fragt, ob ich kurz Zeit hätte. “Ich habe mir einige Gedanken gemacht zu dem, was wir erarbeitet haben. Und ich wollte Dich fragen, wie Du darüber denkst” Ich kenne sie inzwischen gut und habe den Eindruck, dass bei Hanna viel passiert ist und sie sich jetzt das Go für ihre weiteren Schritte abholt. “Weisst Du, wenn wir eine Anfrage kriegen. Dann ist es doch meine Aufgabe als Geschäftsführerin zu entscheiden, ob Projekt und Kunde grundsätzlich zu uns passen. Und wenn ja, dann schaue ich mir die Anfrage nochmals genau an und überprüfe, ob die anfragende Kontaktperson auch diejenige Person ist, die für das ganze Projekt verantwortlich ist. Oft treffe ich diese Entscheiderinnen und Entscheider nämlich gar nicht. Die sitzen meist in der Geschäftsleitung. Und es tatsächlich so ist, dass diese Person sich weiter oben in der Hierarchie befindet, dann rufe ich sie Person an und erzähle ihr, dass wir das gerne machen würden und dass wir davon überzeugt sind, dass wir der richtige Partner sind. Und dass ich von dieser Person 1 Stunde Zeit benötige, damit wir schnell verstehen, wo das Unternehmen in den nächsten Monaten und Jahren hin wollen. Denn nur dann sind wir in der Lage ein Konzept zu erarbeiten, das den Kunden auch wirklich dahin bringt.”
“Und was machst Du, wenn diese Person auf Entscheiderebene Dich nicht treffen will?”, frage ich. “Dann mache ich dieses Treffen zur Bedingung. Weil ich weiss, dass das sonst eines der Konzepte «für die Katz» ist.” Wow, da ist jemand bereit, die Regeln zu brechen.
“Und was machst Du mit denen, für die Du gerne arbeiten möchtest, die Euch aber nicht anfragen?” “Die rufe ich sowieso an.” sagt sie und geht wieder los zurück in die Umsetzung in die Gruppe.